Organisatorisches

Die Eingewöhnungsphase
Die Eingewöhnungszeit ist grundlegend und prägend für die weitere Zeit in der Kleinkindgruppe und im Kindergarten. Um ihrem Kind die Eingewöhnung zu erleichtern, orientieren wir uns am "Berliner Modell". Ihr Kind beginnt dabei sich aktiv mit der neuen Situation auseinanderzusetzen und sich darauf einzulassen. Weiterhin gewöhnt es sich langsam an den neuen Tagesablauf, die neue Umgebung und die neuen Regeln. Ihrem Kind wird hierbei genügend Spielraum geboten, um eine vertrauensvolle Beziehung zu den pädagogischen Fachkräften der Gruppe aufzubauen. Um die Eingewöhnung so angenehm wie möglich zu gestalten, sind wir auf die aktive Mitarbeit der Eltern angewiesen. Zunächst findet ein Anmeldegespräch mit den Eltern und einer pädagogischen Fachkraft der Gruppe statt. Auch während der Eingewöhnungsphase gibt es einen regelmäßigen Austausch zwischen Mitarbeitern der Gruppe und Eltern.

Ablauf der Eingewöhnungsphase
Die Eingewöhnungszeit in der Krippe dauert ca. 2-3 Wochen und ist individuell auf die Bedürfnisse ihres Kindes abgestimmt. In den ersten drei Tagen begleitet ein Elternteil konstant eine Stunde pro Tag das Kind in der Gruppe. Am vierten Tag kann die erste Trennungsphase unternommen werden, welche maximal 20 Minuten dauert. Um dem Kind die Trennung zu erleichtern, hat es eine feste Bezugsbetreuerin. Je nach Befinden und Reaktionen ihres Kindes, wird in den nächsten Tagen die Länge der Trennungsphase verändert. Nach einem Wochenende wird die Dauer der Trennungsphase NICHT verändert. Ihr Kind soll sich montags wieder auf den bekannten Alltag in der Gruppe einstellen können. Durch die Verlängerung der Anwesenheit in der Gruppe, beziehen wir ihr Kind immer mehr in den Tagesablauf mit ein. Die lange und intensive Eingewöhnung ist für Kind, Eltern und das pädagogische Personal sehr wichtig, um sich langsam kennenzulernen und eine vertrauensvolle Beziehung zueinander aufbauen zu können. Die Eltern erhalten in dieser Zeit einen Einblick in das Alltagsgeschehen der Gruppe und die Sicherheit, dass es ihrem Kind gut geht.

Die Rolle der Eltern
In der ersten Eingewöhnungswoche soll nur ein Elternteil das Kind in der Gruppe begleiten. Dies gibt ihrem Kind Sicherheit. Die Mutter bzw. der Vater nimmt während der Eingewöhnungsphase eine passive Rolle ein, d.h. er/sie soll nach Möglichkeit in den ersten Wochen nicht mit ihrem/seinen Kind spielen. Dies hilft der pädagogischen Bezugsperson sich ihrem Kind vertrauensvoll zu nähern und eine stabile Bindung zu ihm zu entwickeln. Wichtig in dieser Zeit ist, dass die anwesende Mutter/der anwesende Vater immer für das Kind präsent ist. Das bedeutet, dass er/sie sich beim Verlassen des Raumes von ihrem/seinem Kind verabschieden soll, um nicht das Gefühl zu geben, dass es alleine gelassen wird. Wenn ihr Kind nach einer solchen Trennungsphase wieder abgeholt wird, ist es wichtig, dass das Elternteil nicht lange im Gruppenraum verweilt oder zu spielen beginnt. So wird signalisiert, dass ihr Kind gebracht und abgeholt wird und in der Zwischenzeit die Eltern nicht präsent sind. Um die Trennungssituation zu erleichtern, darf ihr Kind einen vertrauten Gegenstand (Schnuller, Kuscheltier) mit in die Gruppe bringen.

Ziele der Eingewöhnungsphase
Zunächst soll ihr Kind langsam und behutsam in den neuen Tagesablauf eingegliedert werden. So lernt es seine Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse den pädagogischen Fachkräften mitzuteilen. Ihr Kind soll sich in seiner neuen Umgebung wohl fühlen, was durch die Sicherheit und das Vertrauen zur neuen Bezugsperson gewährleistet wird.



Der Tagesablauf
Unser Tagesablauf hat eine zeitliche Struktur und Rituale, wie z.B. Morgenkreis, feste Essenszeiten,
Schlafenszeit oder Sitzkreis. Dies gibt Kindern Sicherheit. Für persönliche Wünsche, Bedürfnisse und besondere Anlässe
der Kinder wie z.B. Geburtstagsfeiern, Abschiedsfeiern oder sonstige Feste, besteht die Möglichkeit,
den Tagesablauf individuell anzupassen.

Ein Tag in der Kinderkrippe Farbenklecks:
7.00 Uhr | Die Einrichtung öffnet

7.00 - 8.00 Uhr | Gemeinschaftsgruppe für alle Kinder bei den Roten Klecksen

8.00 - 9.00 Uhr | Freispielzeit in der eigenen Gruppe. Die Kinder dürfen selbst entscheiden, womit sie spielen wollen.

9.00 - 9.15 Uhr: Morgenkreis | Wir beginnen den Tag mit einem gemeinsamen Lied und begrüßen alle Kinder. Der Tagesablauf wird besprochen. Zeit für Sing- und Kreisspiele.

9.15 - 9.45 Uhr | Gemeinsames Frühstück

9.45 - 11.15 Uhr | Freispielzeit / Gezielte Angebote / Gartenzeit

11.30 - 12.00 Uhr | Gemeinsames Mittagessen

12.00 - 12.30 Uhr | Abholzeit

12.00 - 13.00 Uhr | Abholzeit für die bunten Kleckse

12.00 - 14.30 Uhr | R U H E Z E I T (keine Abholzeit von 12.30-14.00 Uhr)
Die Kinder haben die Möglichkeit zu schlafen oder sich auszuruhen, sie können sich ruhig beschäftigen, haben Zeit wach zu werden.

15.00 - 15.15 Uhr | Zwischenmahlzeit

15.00 – 16.00 Uhr | Freispielzeit in der Gemeinschaftsgruppe / durchgehende Abholzeit.