Pädagogische Arbeit

Das Kind im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit

Unser Kindergarten ist für die Kinder ein Ort des gemeinsamen Lebens und Lernens, in dem sie sich wohlfühlen. Hier können sie sich und andere erleben. Im partnerschaftlichen Miteinander gehen wir auf die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder ein. Gemeinsam machen wir uns mit ihnen auf den Weg, ihre Stärken zu entdecken und neue zu wecken. Mit ihren Schwächen nehmen wir sie an und geben Hilfestellung, diese zu überwinden.

Durch ganzheitliche Förderung ermöglichen wir den Kindern, neue Erfahrungen zu machen und geben ihnen Hilfe zur Selbsthilfe. Damit wir den Bedürfnissen der Kinder nach Freiräumen und Geborgenheit, Bewegung und Ruhe, Spontanität und Verlässlichkeit gerecht werden, schaffen wir einen festen Rahmen, in dem sie sich selbstständig und sicher bewegen können. Trotz Regeln und Grenzen können sie die ganze Vielfalt des Spielens genießen und dabei Spaß und Freude empfinden. die drei „S“ und einem „L“ gut vorbereitet für die Schule und sein weiteres Leben ist.


Unsere drei „S“ stehen für

„S“elbstkompetenz (Personale Kompetenzen)
„S“ozialkompetenz
„S“achkompetenz
„L“ernkompetenz

Wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder
Sprach- und medienkompetente Kinder
Fragende und forschende Kinder
Künstlerisch aktive Kinder
Starke Kinder


Basiskompetenzen

Personale Kompetenzen
Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext
Kompetenter Umgang mit Lernmethodische
Veränderungen und Belastungen
Kompetenzen


Unser Kindergarten ist ein Ort, in dem das Leben nicht erklärt,
sondern gelebt wird.

(Franz Kett)


Spiel

Laut BEP (Bayerischer Erziehungs- und Bildungsplan) ist das Spiel das Prinzip des Lernens im Kindergarten. Spiel heißt für das Kind, spielend zu lernen, obwohl es oft Schwerstarbeit ist. So ist das Spiel Lebensgrundlage. Im Spiel kann das Kind seine Fähigkeiten frei entfalten und sich ausdauernd und konzentriert mit einer Sache beschäftigen.


Das Freispiel

Das Freispiel nimmt bei uns einen großen Teil des Tagesablaufes ein. Die Spielzeit beginnt, wenn das Kind im Kindergarten angekommen ist. Es wählt Spiel, Mitspieler, Ort, Material und Dauer nach eigenen Wünschen und Interessen aus. Die Freispielzeit findet im Gruppenraum, in den entsprechenden Spielbereichen, im Flur sowie im Freien statt.


Bedeutung für das Kind

Durch das freie Spielen wird die Gesamtentwicklung ganzheitlich gefördert. In allen Bereichen (sozial, kognitiv, kreativ,emotional) kann das Kind mit allen Sinnen Reize aufnehmen und somit Lernerfahrungen sammeln. Weiterhin lernt es sich darzustellen, akzeptiert zu werden, Rücksicht zu nehmen, verzichten zu können, Regeln anzunehmen, Meinungen zu vertreten, Konflikte verbal zu lösen, helfen und beschützen zu können.


Praktische Umsetzung

• Raumteilverfahren
Als Grundvoraussetzung sind verschiedene Spielbereiche wichtig. Unsere Gruppenräume sind nach dem Raumteilverfahren der Margarethe Schörl eingerichtet. In allen Gruppen gibt es feste Spielbereiche, die die Kinder altersadäquat benutzen. Die Puppenwohnung spiegelt die häusliche Lebensumwelt der Kinder wider. So gibt es zum Beispiel einen Herd, der mit Kochgeschirr die Kinder anregt, hauswirtschaftliche Tätigkeiten nachzuahmen. Dieser Bereich dient auch als Rückzugsmöglichkeit, in dem auch häufig Rollenspiele stattfinden.

• Die Konstruktionsbereiche
Weiterhin bieten wir Konstruktionsbereiche, die mit unterschiedlichen Materialien wie z.B. Holzbausteinen, Belebungsmaterial ausgestattet sind. In diesen Bereichen können die Kinder kreativ und spielerisch die Grundbe-griffe von verschiedenen Formen und Farben und der Statik erlernen.
Für Regelspiele und Legematerial sind eigene Bereiche vorhanden. Rückzugsmöglichkeit bietet der Bereich der Bilderbücher. Hier können es sich die Kinder bequem machen und in Ruhe Bilderbücher betrachten.
Außerhalb des Gruppenraumes laden gruppenübergreifende Bereiche, die so genannte Kuschelecke, Bällebad und Autoteppich usw. zum Freispiel ein. Aus jeder Gruppe trifft sich hier eine bestimmte Anzahl von Kindern (pro Gruppe zwei Kinder).


Garten

Unser Garten, der aus zwei Ebenen besteht, bietet viele Möglichkeiten zum freien Spiel. Das Kletterhaus wird häufig für die verschiedensten Rollenspiele genutzt z.B. als Piratenschiff. Ein großer Sandkasten motiviert die Kinder zum Kuchen backen, Burgen bauen, Tunnel graben oder große Löcher buddeln. Unser großes Sonnensegel, das auch als Sandabdeckung dient, schützt uns im Sommer vor großer Sonneneinstrahlung. Beide Bereiche werden durch eine Rutsche verbunden. In der Garage befinden sich Fahrzeuge aller Art, mit denen die Kinder auf den befestigten Flächen fahren können. Im oberen Bereich steht unser Weidenhäuschen mit Kriechtunnel, das durch Elterninitiative angelegt wurde. Weiterhin befinden sich hier auch Wippe, Schaukel, Klettergerüst und ein kleiner Sandkasten.
An heißen Sommertagen laden ein Wassertrog und ein Wasserlauf zum Planschen und Matschen ein.
Die Regenbogengruppe besitzt ein kleines Beet, dass wir mit den Kindern bepflanzen und pflegen. Die Benutzung der Außenspielanlage wird von uns beaufsichtigt.


Gelenktes Spiel

Beim gelenkten Spiel muss das Kind Regeln einhalten. Die Erzieherin gibt dem Kind Impulse und stellt Arbeitsmaterial zu Verfügung.


Bedeutung für das Kind


Durch das Einhalten der festen Regeln z.B. bei Brett-, Lege- und Steckspielen lernt das Kind einerseits sich unterzuordnen, andererseits sich zu behaupten. Bei diesen Spielen wird die Ausdauer, die Konzentration, die Geduld und die Sprachbildung gefördert. Durch ein gelenktes Rollenspiel kann man ein Thema vertiefen und besser verständlich machen.

Praktische Umsetzung

Wir stellen den Kindern Zeit, Raum, Mobiliar, Spielmaterial und diverse Utensilien für das angeleitete Rollenspiel bereit. Tun bedeutet im Kindesalter Spiel. Man soll dem Spiel so eine Lenkung geben, dass alles, was das Kind in sich trägt und zur Entfaltung drängt, entfaltet wird. (Fröbel)


Gezielte Angebote Im Kindergartenalltag gibt es neben dem Freispiel einen weiteren wichtigen Bereich, das „gezielte Angebot“. Es wird von dem pädagogischen Personal geplant, durchgeführt und geleitet. Diese gezielten Beschäftigungen können in der Großgruppe mit allen Kindern, in der Kleingruppe, nach Alter zusammengefasst oder mit dem einzelnen Kind stattfinden.


Praktische Umsetzung
Die praktische Umsetzung eines gezielten Angebotes gliedert sich meistens in drei Teile: die Hinführungs-, die Erarbeitungs- und die Abschlussphase.
In der Hinführungsphase wird das Thema interessant eingeleitet z.B. um die Neugier auf das Kommende zu wecken. Dies kann geschehen z.B. durch ein Rätsel, durch Ertasten eines Gegenstandes usw. In der Erarbeitungsphase wird der zielorientierte Lerninhalt vermittelt und erarbeitet.

Durch Sehen, Hören, Fragen stellen und Beantworten werden die Kinder angeregt, sich aktiv am Geschehen zu beteiligen. Wir gestalten etwas zu einem bestimmten Thema oder setzen das Erarbeitete in Bewegung um.
Um eine hohe Konzentration zu erreichen, ist es uns wichtig, die Kinder sooft wie möglich mit einzubeziehen und nicht nur als Zuhörer zu sehen. In der Abschlussphase wird das Erarbeitete noch einmal zusammengefasst, damit es sich die Kinder besser ins Gedächtnis einprägen können. Es soll eine Abrundung zu dem gezielten Angebot sein z.B. etwas legen zu lassen.

Projekte

Bei einem Projekt erforschen Kinder und ErzieherIn (Alle sind Lernende!) verschiedene Lebensbereiche. Dabei werden auch Menschen außerhalb der Einrichtung mit einbezogen (Experten, Eltern). Projektarbeit kann sich über unterschiedliche Zeiträume erstrecken (zwei Stunden, einen Tag, ein halbes Jahr oder länger).
Mit Hilfe der Dokumentation werden Projektprozesse festgehalten und Gespräche über die Entwicklung der Kinder und ihrer Themen angeregt. In der Regel steht am Ende ein sichtbares Produkt. Aber das Ergebnis eines Projekts ist eher zweitrangig. Der Prozess der Entwicklung zum Ergebnis hin ist wichtiger als das Ergebnis selbst (Der Weg ist so wichtig wie das Ziel!).

Bedeutung für das Kind

Die weitaus meisten Lernerfahrungen werden im Verlauf eines Projektes gemacht; im Prozess findet die Erweiterung kognitiver, emotionaler, motorischer und sozialer Kompetenzen statt. Projektarbeit ist dazu geeignet, den unterschiedlichen Strategien kindlicher Wissensaneignung, deren Bedürfnis nach lustvollem Experimentieren, dem Verlangen nach Eigenaktivität und dem Anliegen, sich mit anderen über Erlebnisse auszutauschen, gerecht zu werden. Durch die Projektarbeit lernen Kinder:
• Bei einem Thema zu bleiben und es von allen Seiten zu beleuchten
• Die Lust am Lernen wird geweckt
• Die Kinder lernen dabei Wege kennen, wie sie sich ihr „Lernen“ selbst organisieren können
• Erwerb von Problemlösungstechniken, Abstraktionsfähigkeit, Urteilsvermögen und Kritikfähigkeit
• Demokratische Entscheidungsprozesse zu praktizieren
• Teamfähigkeit zu erwerben und Konflikte konstruktiv zu lösen
• Sich mit der realen Welt um sie herum auseinander zu setzen
• Ihr Handeln immer wieder zu reflektieren und dabei die Lerninhalte zu begreifen (Fachkenntnisse)
• Sich sprachlich gut auszudrücken (Wortschatzerweiterung)
• Sozialverantwortlich zu handeln und gute Umgangsformen zu praktizieren
• Ihr erworbenes Wissen anderen weiter zu vermitteln (Lernen durch Lehren)
• Bezug zu Mengen (Abstimmungen), Rangfolgen und zum Schriftbild (Dokumentationen) aufzubauen
• Sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren


Praktische Umsetzung

Anfang: Projektinitiative:

• Interessensgebiete, die Kinder in Gesprächsrunden genannt haben, werden aufgemalt und an eine „Projektideenwand“ gehängt.
• Die ErzieherIn kann Themenvorschläge einbringen, die sich durch eine Beobachtung der Spielgruppen und einzelner Kinder ergeben haben oder durch Ergebnisse einer Gruppenanalyse (Was brauchen unsere Kinder zur Zeit?)

Eine kleine Auswahl der herausgefilterten Themen wird den Kindern zur Abstimmung angeboten.
Ist eine Projektidee gefunden, erstellen wir einen

Verlaufsplan - Projektskizze:

• Was wollen wir unternehmen oder tun?
• Wo soll alles stattfinden?
• Wie können wir vorgehen?
• Wann planen wir welche Aktion?
• Welche Materialien müssen wir uns besorgen?
• Wer kann uns dabei unterstützen?

Vorbereitung:

In Arbeitsgruppen werden Bücher und Materialien zum Thema gesammelt, Kontakte zu Experten hergestellt, Informationen besorgt und Eltern zur Mithilfe gewonnen.

Durchführung:

• Jetzt können alle aktiv werden, Orte besuchen, sammeln, werken und schaffen. Alles wird dokumentiert.
• Nach jeder Aktion wird mit den Kindern über den Verlauf gesprochen (meta-kognitive Ebene), damit die Erlebnisse vom Tun ins Denken kommen (s. Lernkompetenz).
• Danach werden die Erfahrungen den anderen Kindern der Gruppe erzählt und damit das Gelernte noch einmal vertieft.
• Auch Probleme und Störungen werden thematisiert und nach kreativen Lösungen gesucht. (Wir machen keine Fehler, wir lernen!)

Abschluss:

1. Präsentation: Das Ergebnis des Projektes wird den Nachbargruppen, den Eltern oder der Öffentlichkeit vorgestellt.
2. Auswertung: Gemeinsam mit allen Projektbeteiligten wird der Ablauf des Projekts sowie die Präsentation der Ergebnisse noch einmal besprochen und Schlussfolgerungen für zukünftige Projekte erarbeitet.

Partizipieren heißt, Planungen und Entscheidungen über alle Angelegenheiten, die das eigene Leben und das der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für anstehende Fragen und Probleme zu finden. Durch Mitsprache lernen Kinder Mitverantwortung zu übernehmen. Kinder fangen an zu erzählen, was sie bewegt, wenn sie das offensichtliche Interesse der Erwachsenen und der anderen Kinder spüren.


Bedeutung für das Kind

Partizipative Bildungsprozesse verklammern und verknüpfen alle Kompetenz- und Bildungsbereiche, sie fordern und stärken die Kinder in ihrer gesamten Persönlichkeit. Partizipation zielt auf Mündigkeit, die Fähigkeit zur Selbst- und Mitbestimmung, die Kinder nur selbsttätig erwerben können.
• Soziale Kompetenzen
• Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe
• Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme


Praktische Umsetzung

Kinderkonferenzen

Diese Konferenzen finden individuell in jeder Gruppe statt. Sie bieten den Kindern die Möglichkeit zur selbstständigen Mitgestaltung ihrer Interessen. Zudem haben die Kinder im Rahmen der Kinderkonferenzen die Möglichkeit:

• von ihren eigenen Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten,
• ihre Wünsche zu äußern,
• von ihren Hoffnungen und Erwartungen für die Zukunft zu erzählen,
• ihre eigenen Beobachtungen und persönliche Befindlichkeiten mitzuteilen.
• Regeln für den Alltag zu erarbeiten
• neue Aktivitäten zu planen
• überschaubare Zeitabschnitte werden besprochen
• Lösungen für bestehende Probleme finden usw.


Die Ergebnisse werden dokumentiert.
Die Kinder machen die Erfahrung, dass sie Einfluss auf die Gestaltung des Kindergartengeschehens nehmen können.

Patenschaften

Eine besondere Beachtung bekommt im Zusammenhang mit der Partizipation die Bildung von Patenschaften. Die Form der Hilfestellung nutzen wir, um neuen Kindern im Kindergarten die Möglichkeit zu geben, sich leichter zurechtzufinden. Der Erwachsene tritt dabei in den Hintergrund und ältere Kinder, die den Kindergarten kennen, übernehmen leitende Funktionen. Wir wissen, dass Kinder an ihren Aufgaben wachsen. Sie stärken ihr Selbstwertgefühl, ihre Kommunikationsfähigkeit und ihr Verantwortungsgefühl, wenn sie selbstbestimmt wirksam werden können.


Verantwortungsbereiche

In unseren Gruppen übernehmen Kinder die Verantwortung für bestimmte Spielbereiche. Sie sorgen dafür, dass ihr Funktionsbereich nach Ende der Spielzeit aufgeräumt ist. Selbstverantwortlich sorgen sie dafür, dass die Kinder, die dort gespielt haben, auch mit aufräumen

Kinder brauchen einen festen Tagesablauf, der nichts mit Verplanung und Terminkalender zu tun hat. Kinder brauchen wiederkehrende Zeitpunkte – z.B. den Morgenkreis, das gemeinsame Essen, damit sich eine innere Uhr ausbilden kann. Der Tagesablauf hilft den Tag zu gliedern und einen überschaubaren Orientierungsrahmen zu schaffen. Jedoch ist es notwendig, dass dies keine starre Festschreibung ist, sondern jeweils der aktuellen Situation angepasst wird (z.B. Geburtstage, Exkursionen).

7.00 - 8.00 Uhr | Frühgruppe:

Alle Kinder, deren Betreuungszeit um 700 Uhr beginnt, treffen sich dort und werden um 8.00 Uhr von den jeweiligen Erzieherinnen ihrer Stammgruppe abgeholt.

8.00 - 9.00 Uhr | Bringzeit und Freispielzeit:

Die Kinder aus Mühlhausen werden um 8.00 Uhr mit dem Bus gebracht.
Während dieser Zeit besteht dabei die Möglichkeit für individuelle Angebote z.B. Bastelangebote, Malen, Bilderbücher vorlesen...

9.00 - 13.00Uhr | Kernzeit

Morgenkreis:

Wir reichen uns die Hände im Kreis und begrüßen uns und beginnen den Tag mit einem Lied. Anschließend frühstücken wir gemeinsam. Nun findet ein gezieltes Angebot statt oder die Weiterführung des Freispiels.

Stuhlkreis oder gezieltes Angebot:

Variabel findet das gezielte Angebot mit allen Kindern oder in Kleingruppen statt.
Im Stuhlkreis spielen wir gemeinsam mit den Kindern Kreis- und Singspiele, lesen Geschichten vor oder machen Rätsel, Fingerspiele und vieles mehr.

Essen

Ca. 9.30 Uhr gemeinsames Frühstück, das selbst mitgebracht wird.

Ca. 12 Uhr gemeinsames Mittagessen, das selbst mitgebracht wird oder bestellt werden kann.

Getränke

Tee, Wasser und am Freitag Milch werden während des ganzen Tages angeboten.

Nach dem Spülen gehen wir bei fast jeder Witterung in den Garten.
Bei hochsommerlichen Temperaturen sind wir am Vormittag im Garten und gehen bei zu großer Hitze ab ca. 11.00 Uhr ins Haus.

13.30 Uhr | Kinder, die mit dem Bus nach Mühlhausen fahren, werden abgeholt.

14.00 Uhr | Nachmittagsgruppe

Die Kinder, deren Eltern längere Buchungszeiten benötigen, werden in einer Gruppe von zwei pädagogischen Fachkräften betreut.

14.00-15.00 Uhr | Freispiel

15.00-15.30 Uhr | Wir essen gemeinsam.

Danach spült jedes Kind sein Geschirr und räumt es in den Schrank.

15.30 -16.15 Uhr Anschließend finden individuelle Angebote statt,

z.B. Geschichten vorlesen, Gestaltungsangebote, individuelle Förderangebote oder im Garten spielen.

Unser Auftrag

Der Hort ist eine familienunterstützende und familienergänzende Einrichtung. Auftrag des Hortes ist die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern nach der Schule, ab dem 1. Schuljahr, in der Regel bis zur 4. Klasse.

Der Hort soll die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern (vgl. §§ 1 und 22 SGB VIII):

• Horte stehen allen Kindern unabhängig von ihrer individuellen physischen und psychischen Entwicklung, ihrer Konfession und Nationalität offen. Eine heterogene Gruppenbildung ist anzustreben. Der wachsende Bedarf für ältere Kinder setzt eine entsprechende Weiterentwicklung des Angebots voraus.

• Der Hort soll alle Lebensbereiche der Kinder mit einbeziehen. Er zeichnet sich aus durch Professionalität und Verlässlichkeit seines pädagogischen Angebots, die Vielfalt lebensweltbezogener sowie alters- und geschlechtsspezifischer Lern- und Übungsfelder und die erziehungspartnerschaftliche Zusammenarbeit mit Eltern. Zeitgemäße Hortpädagogik orientiert sich nicht nur an der Zukunft der Kinder und leitet daraus Erziehungs- und Bildungsziele ab, sie orientiert sich insbesondere an den gegenwärtigen Bedürfnissen der Kinder und den notwendigen Kompetenzen zur Bewältigung der anstehenden Entwicklungsaufgaben. Die Hortfachkräfte unterstützen das Kind bei der Aufgabe, sich selbst aktiv seine Welt zu gestalten und sich die dazu erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen.

(Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Vom 22.09.2003 Nr. VI 4/7358-1/19/03)

Unsere Räumlichkeiten

1 Multifunktionsraum (Essen, Hausaufgaben, Spielen)
1 Raum für Hausaufgaben
1 Spielzimmer
1 Turnsaal

Gemeinsam mit dem Kindergarten benutzen wir den Garten und haben hier ein Beet, das wir anlegen und pflegen. Einmal in der Woche können wir den Sportplatz der Schule benutzen.


Unsere Öffnungszeiten

• Täglich von 700 Uhr - 730 Uhr Frühdienst
• Täglich von Schulschluss - 1630 Uhr


Unser Leitbild

Unsere vorrangigste Aufgabe sehen wir darin, die Kinder in ihrem „Sein“ mit ihren Wünschen, Bedürfnissen und Sorgen ernst zu nehmen. Wir beachten die Einzigartigkeit jedes Kindes und unterstützen den Wunsch nach Abgrenzung von anderen (d.h. Bildung einer eigenen Meinung/ Ansicht zur Welt). Gleichzeitig unterstützen wir aber eine Gruppenatmosphäre, die von gegenseitigem Respekt und Vertrauen gekennzeichnet ist und somit zum Wohlbefinden aller Kinder beiträgt.

Ein Kind, das ermuntert wird, lernt Selbstvertrauen.
Ein Kind, das Freundlichkeit erfährt, lernt Freundschaft.
Ein Kind, das Ehrlichkeit erlebt, lernt, was Wahrheit ist.
Ein Kind, das Sicherheit erfährt, lernt Vertrauen.
Ein Kind, das Geborgenheit erleben darf, lernt Liebe zu empfinden.


Unsere Aufgabe als Erzieher

Die Aufgaben, die sich an uns als pädagogisches Personal stellen, sind vielfältig. So fungieren wir für die Kinder als Ansprechpartner, Vertrauens- und Bezugsperson, aber auch Berater, „Organisator“ und Vorbild. Dabei beobachten wir die Kinder und finden so heraus, wo gezielte Unterstützung nötig ist. Wir motivieren und begleiten die Kinder, setzen Grenzen um Freiräume zu ermöglichen und schaffen ein Umfeld, in dem sich die Kinder geborgen fühlen können.


Pädagogische Ausrichtung

So sieht ein Tag bei uns aus

„Hallo, schön, dass Du da bist!“

Wenn die Kinder von der Schule kommen, werden sie von uns begrüßt und können uns von ihrem ereignisreichen Schultag erzählen. Sie fühlen sich willkommen und wertgeschätzt und wir können herausfinden, ob die Kinder bereit sind, gleich an den Hausaufgaben zu arbeiten oder ob sie eine Bewegungspause brauchen. Auf diese Weise fördern wir die Motivation und vermeiden Überforderung.

„Guten Appetit!“

Die Kinder essen gemeinsam. Am Beginn steht ein Tischgebet und, wenn ein Kind Geburtstag hat oder hatte, ein kleines Geburtstagsritual. Dies vermittelt den Kindern Wertschätzung bzw. fördert eine religiöse Grundhaltung. Dann lassen sich die Kinder ihre von zu Hause mitgebrachte Brotzeit schmecken, oder aber eine warme Mahlzeit, die Sie für Ihr Kind bestellen können. (Über die Kosten pro Mahlzeit und weitere Einzelheiten hierzu informieren wir Sie gerne.) Das gemeinsame Essen fördert den Gemeinschaftssinn der Kinder. Hier besteht für sie die Möglichkeit, sich mit ihrem Tischnachbarn zu unterhalten und dabei soziale Kontakte zu knüpfen und zu stärken. Je nach Bedarf kann nach dem Essen eine Bewegungspause eingebaut werden, um die Konzentrationsfähigkeit zum Arbeiten zu steigern.



„Nun geht`s frisch gestärkt und erholt an die Arbeit.“

Da wir uns NICHT als klassische Hausaufgabenbetreuung verstehen, bieten wir lediglich den Rahmen zum selbständigen Erledigen der Hausaufgaben. Wir beginnen mit einem kleinen Ritual und sorgen so für Ruhe. Wenn Fragen auftauchen, können sich die Kinder gerne an uns wenden.
Nachdem die Bedingungen zum Arbeiten (großer Raum, viele Kinder, zwangsläufig mehr Ablenkung als zu Hause) eher unterrichtsähnlich sind, sind die Ergebnisse ähnlich denen, die während selbständiger Arbeit in der Schule entstehen. Das Hausaufgabenmachen in der Gruppe hat neben dem größeren Störpotential aber auch Vorzüge: So motiviert das Arbeiten in der Gruppe die Kinder oft stärker, als wenn sie zu Hause alleine schaffen müssen.
Da unsere Hausaufgabenzeit begrenzt ist, ist es für die Kinder ganz wichtig, dass die Hausaufgaben von den Eltern zu Hause jeden Tag auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft werden. Mündliche Aufgaben erledigen die Kinder grundsätzlich zu Hause.

„Geschafft! Endlich Freizeit!“

Nach den anstrengenden Hausaufgaben ist es an der Zeit, zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen. Um den Aufenthalt bei uns für die Kinder so schön und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, bieten wir an den Nachmittagen verschiedene Angebote an. Sie reichen von schöpferisch-kreativen Tätigkeiten wie beispielsweise Gestalten mit Gips, Stoff oder Fingerfarben, über Bewegungsangebote wie Fußball und Bewegungsbaustellen, sowie Entspannungsübungen und „Traumreisen“ bis hin zu musikalischen Angeboten und Klanggeschichten.
Einmal wöchentlich findet zudem ein gemeinsames Projekt mit den Kindergartenkindern und Schulkindern statt. So können die Schulkinder beim Basteln und Spielen mit den Kindergartenkindern ihre Rolle als Vorbild stärker wahrnehmen und die Kindergartenkinder können sich an den „Großen“ orientieren. So stärkt das gemeinsame Angebot das Sozialverhalten.

Die Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit

Das Kind steht im Mittelpunkt unseres Handelns, wir fördern die Entwicklung des Bewusstseins für seine eigenen Bedürfnisse, Meinungen, Stärken und auch Schwächen. Wir unterstützen das Kind in der Entwicklung seiner Fähigkeit mit anderen Kindern und Erwachsenen in einen konstruktiven Dialog zu treten und sich in eine Gruppe einzufügen, ohne die eigene Meinung aufzugeben. Wir vermitteln Hintergrundwissen und unterstützen das Kind beim Erwerb von Sachkompetenz. Im Rahmen der einmal wöchentlich stattfindenden Kinderkonferenz greifen wir alltägliche Situationen auf, die die Kinder beschäftigen, interessieren, vielleicht auch belasten und suchen gemeinsam nach Lösungen. In der Kinderkonferenz wird auch die Projektfindung und -planung besprochen, wann und wie einzelne Aktionen stattfinden sollen. Die Kinder wachsen so allmählich in die Situation hinein, ihre Wünsche und Vorstellungen zu äußern und zu erfahren, darin ernst genommen werden.
Während ihres Aufenthaltes im Hort haben die Kinder die Möglichkeiten sich über bereitgestellte Materialien und Hilfestellungen bzw. gezielte Angebote Schlüsselkompetenzen anzueignen.

Diese sind:

• personale Kompetenzen
• soziale Kompetenzen
• Wissenskompetenz
• lernmethodische Kompetenz


Ferienbetreuung

Im Gegensatz zu Mittagsbetreuungen, die von Schulen angeboten werden, bieten wir zusätzlich zur Betreuung während der Schulzeit auch eine Ferienbetreuung an. Ferien sollen Spaß machen: Auch bei uns!
Daher lassen wir uns für die Ferien ganz besondere Angebote und Aktivitäten einfallen, wie beispielsweise

• Kochen und Backen
• Museumsbesuche und Ausflüge
• Picknicks

sind bei den Kindern sehr beliebt.
Besonders wichtig ist uns hier die Meinung der Kinder: Sie dürfen vorschlagen und mitbestimmen, was in den Ferien gemacht wird.


Zusammenarbeit mit der Schule

Aus der gemeinsamen Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder ergeben sich überschneidende Handlungsfelder für Schule und Hort, deren pädagogische Wirksamkeit durch die Kooperation beider Institutionen noch verstärkt wird. Dies erfordert die Anerkennung und Respektierung der unterschiedlichen, aber pädagogisch sich ergänzenden Institutionskompetenzen.

Für eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit sind notwendig:

• Regelmäßige Informationen
- über vorgezogenes Unterrichtsende
- Kurse am Nachmittag
• Gemeinsame Besprechungen

Ein bis zweimal im Jahr finden gemeinsame Besprechungen statt. Inhalte sind gegenseitige Informationen z.B.: Nutzung von schulischen Einrichtungen
Je nach Bedarf und im Rahmen ihrer organisatorischen Möglichkeiten unterstützt die Schule uns nach Absprache mit dem Träger des Schulaufwands (Bürgermeister) bei der Nutzung schulischer Einrichtungen (z.B. Freigelände)