Pädagogische Arbeit

Das Kind steht stets im Mittelpunkt

unserer pädagogischen Arbeit. Mit vielen kleinen Schritten wollen wir es den Kindern ermöglichen, sich zu einer eigenverantwortlichen, beziehungsfähigen, wertorientierten und schöpferischen Persönlichkeit zu entwickeln. Durch eine ganzheitliche Förderung wollen wir:





• Eine Atmosphäre zum Wohlfühlen des Kindes schaffen.
• Die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Kindes sowie der gesamten
Gruppe erkennen und darauf eingehen.
• Die Kinder alters- und entwicklungsgerecht fördern.
• Alle Sinne einsetzen (hören, riechen, tasten, schmecken usw.)
• Das gesamte menschliche Miteinander, wie es der Alltag mit sich bringt,
alle täglichen Lebensfreuden sowie Lebensbetrübnisse erfahren und damit umgehen.
• Die Stärken eines Kindes fördern und die Schwächen ausgleichen.
• Aktuelle Situationen im Umfeld des Kindes mit einbeziehen.
• Unsere Aufgabenbereiche ernst nehmen und im Kindergartenalltag umsetzten und
verwirklichen.

Um die Ziele unserer pädagogischen Arbeit erreichen zu können, stehen uns die unterschiedlichsten Möglichkeiten zur Verfügung. Diese setzen wir spielerisch, alters- und entwicklungsgerecht ein. Folgende Methoden und Bereiche setzen wir in gezielten Beschäftigungen an den Bedürfnissen der Kinder orientiert ein:


Religiöse Erziehung

Unter religiöser Erziehung verstehen wir mehr als nur Gebete, Gottesdienste, religiöse Feste oder Erzählungen aus der Bibel. Religiöse Erziehung bedeutet für uns auch Wertschätzung gegenüber anderen Menschen und Lebewesen. Wir verstehen darunter Toleranz gegenüber anderen Meinungen und religiösen und kulturellen Überzeugungen. Unter religiöser Erziehung verstehen wir auch das Bestaunen der Natur, ihre Verwandlung im Jahreskreis und ihre Wertschätzung. Außerdem wollen wir erreichen, dass die Kinder lernen „Danke" zu sagen, zu all den großen und kleinen Wundern, die es jeden Tag zu bestaunen gibt. Im täglichen Miteinander wollen wir den Kinder ein christliches/soziales Verhalten im Umgang miteinander vermitteln (z.B. teilen, helfen, Rücksichtnahme, sich entschuldigen, versöhnen u.v.m.).

Um unsere Ziele erreichen zu können, stehen uns viele verschiedenen Methoden zur Verfügung, die wir situationsgemäß einsetzen z.B.

• Bilderbücher und Geschichten mit religiösem oder sozialen Hintergrund
• Gespräche
• Kindergebete
• Religiöse Kinderlieder
• Naturbeobachtungen/ -erfahrungen
• Lege- und Stilleübungen (z.B. nach Kett)
• Feiern von Gottesdiensten
• Feiern von religiösen Festen im Jahreskreis
• Vorbildverhalten


Sozialerziehung und Persönlichkeitsbildung

Ziel der Sozialerziehung ist es, das Kind eine gegenüber der Familie erweiterte Gruppenzugehörigkeit und Gemeinschaft erfahren zu lassen, i n der es lernt, Sozialverhalten innerhalb einer Gruppe zu verwirklichen, selbst Beziehungen aufzunehmen sowie Sozialverhalten auch in Begegnung mit anderen Gruppen und der Gesamtgesellschaft zu entwickeln.

Das Kind soll lernen, in altersgemäßer Selbständigkeit und Verantwortlichkeit

sowohl

• eigene Bedürfnisse und Interessen zur Geltung zu bringen,
• eigene Gefühle und Ansichten zu äußern,
• sich Angriffen anderer zu erwehren

als auch

• Bedürfnisse der Anderen zu bejahen,
• eigene Bedürfnisse zurückzustellen,
• Alternativen zu finden und anzubieten,
• bei Konflikten nach angemessenen Lösungen zu suchen,
• Partnerschaften einzugehen und Freundschaften zu schließen,
• Verantwortung für andere zu übernehmen und für Schwächere und Behinderte einzutreten,
• fremde Lebensformen, Verhaltensweisen, Weltanschauungen und Einstellungen zu achten.

Auch hier bedienen wir uns wieder vieler Methoden z.B.

• tägliches Miteinander
• Bilderbücher und Geschichten
• Gespräche
• Rollenspiele
• Vorbildverhalten


Elementare Kommunikations- und Kreativitätserziehung

Ziel der elementaren Kommunikations- und Kreativitätserziehung ist es, durch spielendes Gestalten und gestaltendes Spiel die Bewegungsfreude, die Gestaltungsfähigkeit, die Aktivität, die Ausdrucksmöglichkeit des Kindes zu fördern und seine schöpferischen Fähigkeiten zu entfalten. Hierbei sind die rhythmisch-musikalische Bewegungserziehung, die Erziehung zum bildnerischen Gestalten, die Spracherziehung und die Erziehung im Rollenspiel besonders bedeutsam.


Rhythmisch - musikalische Bewegungserziehung

Ziel der rhythmisch - musikalischen Bewegungserziehung ist es,

• der natürlichen Bewegungsfreude des Kindes Raum zu geben,
• sein Körpergefühl lebendig zu erhalten und zu differenzieren,
• seine körperliche Geschicklichkeit und Sicherheit zu entwickeln,
• seelisch - geistige Kräfte in richtigem Verhältnis von Spannung und Entspannung freizusetzen,
• es spielend Raum- und Zeitdimensionen erfahren zu lassen,
• ihm den spielenden Umgang mit der Sprache und ihren musikalischen Elementen zu ermöglichen und seinen Sinn für Klangqualität, Rhythmus und Melodie zu entwickeln,
• sein Konzentrations- und Reaktionsvermögen im Hören und Reagieren auf Geräusche, Klänge und Rhythmen zu fördern,
• dem Kind im Gestaltungsspiel die Möglichkeit zu geben, sich selbst und die Gruppe im Wechsel gegenseitiger Anpassung zu erfahren.

Durch folgende Methoden erreichen wir diese Ziele:

• Singen, Fingerspiele, Bewegungslieder, Kreisspiele
• Unterschiedliche Tänze
• Entspannungsübungen
• Turnen mit verschiedenen Materialien
• Toben und Bewegung an der frischen Luft
• Rhythmik
• Liedbegleitungen mit Instrumenten
• Klanggeschichten


Bildnerisches Gestalten

Ziel der Erziehung im bildnerischen Gestalten ist es, im spielenden Umgang mit Materialien und Objekten die sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit den Kindes zu verfeinern, es Beschaffenheit und Gesetzmäßigkeiten dieser Materialien und Objekte erleben zu lassen, ihm den Zugang zu planendem Gestalten zu eröffnen und durch Vertrauen in das eigene Tun seine Lernfreude zu fördern.

Durch folgende Methoden erreichen wir diese Ziele:

• Freies Malen, Basteln, Kneten und Gestalten
• Vielfältiges Angebot von verschiedenen Materialien am Maltisch (Papiere, Wolle, Stoffreste, Kleister, Knet, Schachteln, Stifte, Tapete...)
• Sinnesübungen (z.B. verschiedene Gegenstände mit geschlossenen Augen ertasten, Gegenstände sehen, hören, riechen, schmecken, tasten)
• Legebilder gestalten


Spracherziehung

Ziel der Spracherziehung ist es, in den vielfältigen Formen der gesamten Kindergartenarbeit die Sprachentwicklung des Kindes und seine Fähigkeit zur Sprachentfaltung zu fördern.

Das Kind soll dadurch befähigt werden, in Mundart und in hochdeutscher Sprache

• eigne Bedürfnisse und Empfindungen auszudrücken,
• Erlebnisse und Gedanken mit anderen auszutauschen,
• einfachere Zusammenhänge zu schildern,
• sowie gestaltete Sprache wie Reime, Gedichte, Lieder und Geschichten zu erleben, zu verstehen und selbst Sprache zu gestalten.

Durch folgende Methoden erreichen wir diese Ziele:

• Erzählen und Vorlesen von Geschichten, Märchen und Bilderbüchern
• Lieder, Fingerspiele, Kreis und Rollenspiele, Sprach und Tastspiele
• „Hören, Lauschen, Lernen" – Projekt zum phonologischen Bewusstheitstraining
• Themenbezogene Gespräche und Anschauungen
• Kinderkonferenzen (Kinder teilen ihre Meinung mit und sind an der Planung mitbeteiligt.)


Rollenspiel Beim Rollenspiel ist es das Ziel der Erziehung, dem Kind die Möglichkeit zu geben, sich mitzuteilen, Erfahrungen und Eindrücke zu verarbeiten, Konflikte zu lösen und sich neue Lebensbereiche zu erschließen, indem der Erzieher auf das Kommunikationsbedürfnis, die Neugier, den Bewegungsdrang und das Gestaltungsbedürfnis der Kinder eingeht.

Durch folgende Methoden erreichen wir diese Ziele:

• Materialien und Verkleidungen für Rollenspiele anbieten (z.B. Röcke, Stöckelschuhe, Hüte, Arztkoffer...)
• Nachspielen von Geschichten, Märchen und bestimmten Situationen
• Sich von den Kindern ins Rollenspiel integrieren lassen und darauf eingehen

Erziehung zu Umwelt- und Naturverständnis

Ziel der Erziehung zum Umwelt- und Naturverständnis ist es, das Interesse des Kindes an der Umwelt und der Natur zu wecken und zu fördern.

Das Kind soll hierbei

• elementare Einsichten in Sinn- und Sachzusammenhänge gewinnen,
• häusliche Lebensgewohnheiten einüben,
• eine unmittelbare Beziehung zu Pflanzen und Tieren aufbauen,
• in seinem Naturverständnis und seiner Einsicht in elementare physikalische Gesetzmäßigkeiten gefördert werden,
• im Umgang mit einfacheren Materialien, Gebrauchsgegenständen und Werkzeugen Fertigkeiten erlangen,
• öffentliche Einrichtungen, die Arbeitswelt, die Welt der Technik, und des Verkehrs kennen lernen und sich darin richtig verhalten können,
• zur Kunst hingeführt werden,
• Menschen und Verhältnisse anderer Länder und früherer Zeiten kennen lernen.

Durch folgende Methoden erreichen wir diese Ziele:

• Spaziergänge und Exkursionen
• Experimente
• Gespräche, Bilder- und Sachbücher, Dias, Geschichte
• Ansäen und Pflanzen
• Mülltrennung
• Phantasiereisen
• Sinnesübungen
• Lieder zum Thema Natur und Umwelt
• Aktive Verkehrserziehung auf der Straße


Gesundheitserziehung

Ziel der Gesundheitserziehung ist es, dem Kind einfache Kenntnisse über Körperpflege und Hygiene, über Ursachen und Verhütung von Krankheiten sowie über mögliche Gefahren von Unfällen und Verletzungen und das Verhalten bei solchen zu vermitteln. Ebenso wichtig ist es, seine Bereitschaft zu einer gesunden Lebensweise zu fördern.

Durch folgende Methoden erreichen wir diese Ziele:

• Erarbeitung von Körperpflege, Hygiene, gesunde Ernährung...
• Zubereitung gesunder Nahrung z.B. Kräuterquark, Obstsalat, Rohkost...
• Besuch von Krankenhaus, Arzt, Apotheke...
• Einüben von hygienischen Verhaltensweisen (vor dem Essen und nach dem Toilette gehen Hände waschen...)
• Turnen, Gymnastik, Bewegung und Spiel im Freien
• Bilderbücher und Geschichten zum Thema Gesundheit


Kognitive Erziehung

Ziel der kognitiven Erziehung ist es,

• Die Wahrnehmung zu schulen,
• Zusammenhänge zu erfassen,
• Merkfähigkeit zu fördern,
• Anweisungen auszuführen,
• logisches Denken zu fördern.

Durch folgende Methoden erreichen wir diese Ziele:

• Farb- und Formübungen
• Rätsel
• Konzentrationsspiele und Lieder
• Bilderbuchbetrachtungen und Anschauungsübungen
• Gedächtnisübungen und Zuordnungsspiele
• „Zahlenland" – Projekt zur mathematischen Bildung


Spiel als Prinzip der Kindergartenpädagogik

Das Spiel steht im Mittelpunkt des Erziehungs- und Bildungsgeschehens im Kindergarten. Ziel der Kindergartenpädagogik ist es,

• im Spiel beste Bedingungen für die Persönlichkeitsentfaltung des Kindes zu geben,
• den Raum der Freiheit, der Eigenständigkeit und des Glücks zu geben, den das Kind zum Aufbau innerer Lebenssicherheit und zur Verarbeitung seiner Umwelterfahrung benötigt,
• dem Kind die Möglichkeit zu geben, durch Kontakt mit anderen Menschen, durch altersgemäße Begegnung mit der Umwelt, mit Natur und vielfältigen Materialien Erfahrungen zu sammeln, mit ihnen und an ihnen seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu üben und sich nach seinem Lebensrhythmus zu entwickeln und seine Probleme zu verarbeiten,
• die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes zu entwickeln und damit seine Lernfreude und Leistungsfähigkeit zu unterstützen,
• die Spielfähigkeit als menschliche Grundfähigkeit zu fördern.


Um unsere pädagogische Arbeit zu verwirklichen, machen wir folgende Angebote:

Pädagogische Arbeit in den Gruppen

• Aktivitäten der Gesamtgruppe
• Kleingruppenarbeit
• selbstbildendes Freispiel/Projektarbeit
• Gruppengespräche/Einzelgespräche
• anregungsreiche Raumgestaltung
• Feste u. Feiern
• Kinderkonferenzen


Elternarbeit

• Elternabende
• Tür und Angelgespräche
• Elterngespräch
• Kindergartenpost
• Informationen Gruppentür


Kindgerechte Betreuung

• Pädagogischer Umgang mit Kindern
• Ausgewogene Gestaltung des Gruppenlebens/Tagesablaufs
• Betreuung und Pflege
• altersgemischte Gruppen
• Hilfe zur Selbsthilfe
• Mittelpunkt ist das Wohl des Kindes





Elternmitarbeit

• Ideen
• Eltern/Kind Aktivitäten
• Anregungen
• Unterstützung beim alltäglichen „Kleinkram"
• Kreativität
• Feste u. Feiern
• Elternbeirat


Gruppenübergreifende Aktivitäten

• Exkursionen
• Projekte
• Spielbereiche außerhalb der Gruppe
• Religiöse Angebote
• Feste / Feiern

Es ist 7.00 Uhr. Unser Kindergartenalltag beginnt. Die ersten Kinder werden von ihren Eltern in den Kindergarten gebracht. Wenn sie ihre Hausschuhe angezogen und ihre Jacken und Kindergartentaschen an die Gardarobe ihrer jeweiligen Gruppe gehängt haben, werden sie in die Sammelgruppe (Papageiengruppe) gebracht. Hier werden die Kinder aus allen Gruppen bis 8.00 Uhr von einer Erzieherin und einer Kinderpflegerin betreut.

Um 8.00 Uhr, wenn die Arbeitszeit des restlichen pädagogischen Personals beginnt, werden die Kinder in der Papageiengruppe von ihren jeweiligen Erzieherinnen abgeholt und in ihre Gruppen gebracht. Nun beginnt die Freispielzeit. Diese ist für die Kinder sehr wichtig. Hier haben sie die Möglichkeit, Spiel, Ort, Partner und Spieldauer frei zu wählen. (z.B. Puzzles, Malen, Bau- und Puppenwohnung....). In der Freispielzeit werden aber auch gezielte Angebote wie Basteleien, Malarbeiten, Turnen, Instrumentalbegleitungen angeboten.

Wenn um 9.00 Uhr unsere Eingangstüre aus Sicherheitsgründen abgeschlossen wird, ist bei uns schon jede Menge los. Nach 9.00 Uhr haben die Kinder dann die Möglichkeit, auch diverse Spielangebote auf dem Flur wahrzunehmen z.B. Bodenroller fahren, Kaufladen spielen, mit dem Puppenwagen spazieren gehen um andere Kinder zu besuchen, um miteinander zu spielen und sich zu begegnen. In unserer Einrichtung praktizieren wir sowohl das gemeinsame als auch das gleitende Frühstück. Dies ist von Gruppe zu Gruppe verschieden.

Vor jedem gemeinsamen Essen gehen wir geschlossen auf die Toilette und zum Händewaschen. Dann wird ein Morgenlied gesungen oder ein Tischgebet gesprochen. Beim „gleitenden Frühstück" haben die Kinder zwischen 9.00 Uhr – 10.30 Uhr die Möglichkeit ihr Frühstück mit Freunden einzunehmen, wann sie möchten. Zum Abschluss der Freispielzeit wird gemeinsam aufgeräumt. Nach der Freispielzeit versammeln wir uns im Stuhlkreis, um Lieder zu singen, Kreis- und Fingerspiele zu machen oder andere gezielte Beschäftigungen durchzuführen.

Ab 13.00 Uhr ist unsere Eingangstüre wieder geöffnet, die ersten Kinder werden abgeholt. Um 11.30 Uhr setzen sich die Kinder noch einmal zum gemeinsamen Mittagessen zusammen. Hierbei gibt es auch die Möglichkeit eine warme Mahlzeit einzunehmen. Diese warme Mahlzeit muss jeweils bis Dienstag 09.00 Uhr für die Folgewoche in der jeweiligen Gruppe des Kindes bestellt werden. Sie kostet 2,30 € und wird von den Mainfränkischen Werkstätten geliefert. Der Speiseplan hängt immer an der Glastüre im Eingansbereich aus.

Um dem natürlichen Bewegungsdrang unserer Kinder entgegenzukommen, gehen wir sooft wie möglich in den Garten. Kinder, die länger als 14.00 Uhr anwesend sind, gehen ab 14.00 Uhr erneut in eine Sammelgruppe (Tigerentengruppe). Dort werden sie von zwei bis drei pädagogischen Fachkräften betreut und zum Spielen motiviert.

Nach 15.00 Uhr sind dort alle Kinder versammelt. Dies wirkt sich sehr positiv auf die soziale Entwicklung der Kinder aus. Außerdem haben die Kinder auch hier wieder die Möglichkeit, Kinder aus ihrer Gemeinde kennenzulernen, die nicht in ihrer Gruppe sind.

Um 15.30 Uhr versammeln sich die restlichen Kinder noch einmal zum Essen.

Um 16.30 Uhr sind die letzten Kinder abgeholt.
Natürlich ist im Kindergarten nicht jeder Tag gleich. Die Bedürfnisse unserer Kinder stehen für uns im Vordergrund, deshalb gehen wir situationsorientiert auf diese ein.

Das Freispiel

Jeder Kindergartentag beginnt mit dem Freispiel, d.h. jedes Kind kann frei auswählen, womit, mit wem und wie lange es spielen will.

Den ganzen Tag spielen mag für viele Erwachsene heißen: Den ganzen Tag „nur spielen". Für die Kinder heißt es jedoch: lernen, begreifen, Erfahrungen sammeln.
Einbildungskraft, Phantasie, Kreativität, Ausdauer, Merkfähigkeit und Konzentration sind pädagogische Ziele, die während des Spiels gefördert werden.

Um den Kindern abwechselungsreiche und vielfältige Spielmöglichkeiten zu bieten, sind unsere Gruppenräume in kleine Aktionsbereiche eingeteilt.


GEMINO
In jedem Gruppenraum befindet sich unser Gemino, in dem in der unteren Ebene die Puppenecke und in der oberen „Etage" die Kuschelecke untergebracht ist.

PUPPENECKE
In der Puppenwohnung finden die unterschiedlichsten Rollenspiele statt. Mit Hilfe unserer Verkleidungskiste werden die verschiedensten Rollen belebt und unterstützt. Während des Spiels „trainiert" das Kind Verhaltensweisen und verarbeitet reale Erlebnisse positiver wie negativer Art.

KUSCHELECKE
Die Kuschelecke, ausgestattet mit Polstern, Decken, Kissen und Kuscheltieren bietet den Kindern die Möglichkeit sich zurückzuziehen. Außerdem stehen den Kindern verschiedene Bilderbücher zur Jahreszeit und aktuellen Themen zum Anschauen zur Verfügung.

BAUECKE
Ein sehr beliebter Spielbereich bei unseren Kindern ist die Bauecke. Hier können die Kinder mit Holzbausteinen, Tieren, Autos...... spielen und damit ihre Geschicklichkeit sowie Fingerfertigkeit üben und ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

MAL- UND BASTELTISCH
Am Mal- und Basteltisch stehen verschiedene Materialien wie z.B. Papiere, Wolle, Schachteln, Kleister, Stifte, Schere, Knete bereit. So entstehen phantasievolle Bilder und Kunstwerke. Kreativität, Feinmotorik, Konzentration und Ausdauer wird dadurch gefördert und vertieft.

SPIELTISCHE
An verschiedenen Tischen im Gruppenraum können die Kinder sich für Puzzle, Gesellschafts- und Konstruktionsspiele frei entscheiden. Zur Verfügung stehen z.B. Lego, Duplo, Poly M, Lazy, Playmobil, Musterplatten, Perlen fädeln, Hammerspiel, Memory usw.


Welche Aufgabe hat die Erzieherin im Freispiel?

Die Aufgaben der Erzieherin während der Freispielzeit erfordert besonders die Beobachtung der Kinder. Es bedarf viel Aufmerksamkeit, Geduld, Einfühlungsvermögen, Zurückhaltung, Verständnis und doch auch aktiver Zuwendung.

Von besonderer Wichtigkeit ist, dass die Erzieherin bei der Begrüßung die Gemütsverfassung (ist es gut gelaunt, müde, froh oder traurig) jedes einzelnen Kindes erkennt und darauf eingeht.

Durch häufiges Beobachten beim Spiel und Gruppenverhalten erkennt die Erzieherin die Bedürfnisse und Defizite einzelner Kinder:

• Hat das Kind Freunde oder spielt es oft alleine?
• Welche Stärken und Schwächen hat das Kind?
• Wie geht es mit Konflikten um?
• Hat es Ausdauer und kann es sich konzentrieren?
• Wie behandelt es Spielmaterial und wie geht es mit Spielpartnern um?

Auf Grund dieser Beobachtungen handelt die Erzieherin und bietet viel Anerkennung, Anregung und Angebote zum kindlichen Spiel. Sie unterstützt die Kinder indem sie:

• Erste Impulse setzt
• Kindliche Initiativen aufgreift
• Ausdauer lobt und unterstützt
• Material sorgfältig auswählt

Der Einfluss der Erzieherin auf das kindliche Spiel beginnt also nicht erst dort, wo sie gemeinsames, gelenktes Spiel direkt anleitet, sondern schon bei der Schaffung von Voraussetzungen für das freie Spiel.

Im Laufe eines Kindergartenjahres ergeben sich viele Gelegenheiten zum Feiern:

Religiöse Feste und Feiern

Der Jahreskreis wird durch viele kirchliche Feste (religiöse Feste) bestimmt, die wir im Kindergarten auf ganzheitliche Art und Weise erleben (z.B. Erntedank, Nikolaus, Weihnachten, Hl. Drei Könige, Aschermittwoch, Ostern, Pfingsten...).
Neben dem religiösen Inhalt dieser Feste legen wir ebenso Wert auf das damit verbundene Brauchtum (St. Martin, Plätzchen backen, Osternestsuche, Maialtar...)


Geburtstagsfeier

Ein besonderes Ereignis für jedes Kind ist es, seinen Geburtstag zusammen mit der Kindergartengruppe feiern zu können. An diesem Tag steht das Geburtstagskind im Mittelpunkt. In einem Stuhlkreis singen wir Lieder, zünden Kerzen an und lassen es hochleben. Zur Feier bringt das Geburtstagskind von zu Hause etwas für die Kinder zu essen mit (z.B. Kuchen, belegte Brote...)


Besondere Veranstaltungen

Herbstmarkt
Alljährlich findet Ende September/ Anfang Oktober unser Herbstmarkt statt. Hierbei dürfen unsere Sonnenkinder als Marktfrauen und Marktmänner verkleidet eingemachte Früchte, Obst und Gemüse verkaufen.

Weihnachtsspiel
Bei der gemeinsamen Adventsfeier der Gemeinde und des Vereins für Kindergarten und Krankenpflege e.V. spielen die Sonnenkinder im jährlichen Wechsel der beiden Kindergärten ein Märchen oder ein Weihnachtsspiel vor. Ältere und kranke Mitbürger die daran nicht teilnehmen können besuchen unsere „Sonnenkinder" zuhause. Die Eltern beider Kindergärten basteln und werkeln für den gemeinsamen Adventsbasar, der im Kindergarten St. Elisabeth stattfindet.

Faschingsfest
Die Faschingstage werden bei uns im Kindergarten fröhlich und mit viel Spaß gefeiert. Die Räume werden ganz bunt mit Girlanden und Luftschlangen dekoriert. An unserer Faschingsfeier kommen die Kinder verkleidet mit lustigen, bunten Kostümen.

Muttertag Der Monat Mai wird als traditionsreicher Monat gefeiert. Bräuche wie der Tanz in den Mai, das Errichten des Maibaumes oder das Maiwandern sind vielen bekannt. Auch ein besonders wichtiger Tag für uns fällt in diesen Monat - der Muttertag! Wir laden zu einer kleinen Feier ein und die Kinder überraschen die Muttis mit einem selbstgebastelten Geschenk.

Fotograf Wenn einmal im Jahr der Fotograf in den Kindergarten kommt, machen sich alle Kinder besonders hübsch. An diesem Tag haben Sie die Möglichkeit auch Geschwister, Eltern oder die ganze Familie fotografieren zu lassen.

Frühlingsfest Der Höhepunkt des Kindergartenjahres ist unser gemeinsames Frühlingsfest bzw. Sommerfest (Kindergarten St. Elisabeth und Kindergarten St. Michael) das in der Kindertagesstätte St. Michael stattfindet.

Abschlussgottesdienst Ein besonderes Ereignis unserer Sonnenkinder ist der Abschlussgottesdienst mit anschließender Übernachtung im Kindergarten. Wenn Eltern für ihre Kinder eine Teilnahme an diesem Gottesdienst ablehnen, werden die Kinder direkt zum Abschlussfest nach dem Gottesdienst in die Kindertagestätte gebracht.

Zum Ende des Kindergartenjahres gestalten wir für die Sonnenkinder und deren Familien eine Dorfrallye mit Picknick.